Hausbesuche

Selbstständigkeit stärken, Ressourcen aktivieren, Lebensqualität erhalten.

Wer möchte nicht gern selbstbestimmt im eigenen Zuhause wohnen bleiben, auch wenn gesundheitliche Einschränkungen es zunehmend erschweren?

Meist wird es um den siebzigsten Geburtstag spürbar: Treppen steigen, der Haushalt, die Gartenarbeit fallen deutlich schwerer. Einmal gestürzt, traut man sich kaum noch aus dem Haus. Und dann erscheint nach einem Krankenhausaufenthalt nur noch ein Pflegeheim als Ausweg.

Das selbständige Wohnen im Alter so lange wie möglich zu erhalten, eingebunden in Nachbarschaft und Wohngebiet, hat sich der Verein „Gemeinsam-statt-einsam e.V.“ zum Ziel gesetzt. Dazu wurde das Projekt „Präventive Hausbesuche“ ins Leben gerufen; zunächst begrenzt auf den Stadtteil Gohlis. Seit dem 1. Juli 2017 wird dieses Projekt für 3 Jahre von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. Als Anlass für den Erstbesuch dient z. B. der Geburtstag oder ein Hinweis aus dem Umfeld der Senioren. Bei den Besuchen geht es um bedarfsgerechte Beratung zu Sturzprävention, Wohnraumanpassungen und notwendige Hilfeleistungen. Mit einem persönlichen Gespräch vor Ort lässt sich Vertrauen besser aufbauen. Durch die Besuche werden auch zurückgezogene Menschen erreicht, die sonst nicht mehr aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. So kann auch der Vereinsamung im Alter begegnet werden.

Um soziale Kontakte zu pflegen, können die verschiedenen Angebote der Begegnungsstätte der WOGETRA in der Landsberger Straße wahrgenommen werden. Dorthin sind alle Senioren im Stadtteil Gohlis herzlich eingeladen. Hier kann man sich auch ehrenamtlich engagieren und die Begegnungsstätte sowie das Projekt unterstützen.

Das Projekt möchte die gegenseitige Nachbarschaftshilfe fördern. Bei Menschen mit Hilfebedarf soll der Beratungsprozess bis zu einem erfolgreichen Abschluss begleitet werden. Dazu werden nicht nur Informationen an die entsprechenden Stellen weitergegeben, sondern auch die passenden Kontakte hergestellt und alles Nötige organisiert, damit besonders einsame Menschen in ihrer häuslichen Umgebung besser klar kommen können. In Einzelfällen sind auch verschiedene Partner zu koordinieren, um effiziente Lösungen zu finden. Nach den bisherigen Erfahrungen gibt es auf die Besuche eine positive Resonanz. Die ersten Ergebnisse, zum Beispiel die Anbringung eines Geländers am Hauseingang oder die Unterstützung bei Sozialkontakten zeigen, dass ein Bedarf besteht, der durch das Projekt erfolgreich geklärt werden kann.

Interessierte aus dem Stadtteil Gohlis dürfen sich gern an die Projektleiterin Katrin Kapinos wenden unter Telefon 01573 2902579 oder per Email: kapinos@gemeinsam-statt-einsam-leipzig.de.


Flyer Vorschau

 
 

Konzept präventive Hausbesuche (pdf-Datei, Größe: 1.1Mb